Holunder, Linden und Rosen blühen

Es ist Sommer im Kyffhäuser und die Linden blühen.
Der feine Duft der Lindenblüten ist im ganzen Städtchen zu riechen, besonders abends in der Dämmerung. Darunter mischt sich noch der Duft der Holunderblüten.


Und es gibt viele Rosenblüten zur Zeit.
Alleine diese drei Blütenarten lassen sich zu wunderbaren Erzeugnissen für den Winter verarbeiten.
Wenn man sie unter Mittag pflückt haben sie wenig Feuchtigkeit und einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen.
Trocknet man sie luftig (am besten jede einzelnen Blütenart in einem Stoffbeutel an einem trockenen Ort aufhängen), kann man sie schon bald in Gläser abfüllen und später für Tee verwenden.
Lindenblüten und Holunderblüten kann man mischen. Sie sind beide sehr gut geeignet für einen Tee, der in der Erkältungszeit getrunken werden kann.
Man muß sich nicht erst erkälten, um den Tee zu genießen. Er wirkt zu einen wärmend und auch fiebersenkend. Das scheint ein Widerspruch zu sein, ist es aber nicht. Denn durch die ätherischen Öle, die die Keime im Körper töten, kann das Fieber wieder sinken. Der Körper wird bei seiner Immunabwehr unterstützt.
WICHTIG ist beim Aufgießen, daß man alles abdeckt bis es trinkwarm ist. Also entweder in einer Kanne aufbrühen und den Deckel drauf machen oder die Tasse abdecken mit einem kleinen Teller. Dann vorsichtig alles, was sich am Teller gesammelt hat an Tröpfchen, wieder in die Tasse geben. Diese Tröpfchen sind oft etwas ölig und da stecken die wertvollen Inhaltsstoffe der ätherischen Öle drin.

Die Pflanzen schützen sich damit auch vor Umwelt- und Wettereinflüssen und schenken uns diese Kraft.

Rosenblüten behandelt man etwas anders. Diese gießt man auf mit 80 Grad heißem Wasser, ähnlich wie grünen Tee. Man deckt sie auch ab und trinkt sie dann trinkwarm. Hat man Blütenblätter von duftenden Rosen, dann hat man auch den milden Duft in diesem Aufguss. Ist das Wasser heißer, geht der Duft verloren. Rosenblüten stärken die Nerven und beruhigen. Man kann den Tee gut abends vor dem Schlafen gehen trinken.
Rosenblütenblätter sammle ich immer kurz bevor die Rose verblüht. Dann fallen sie fast schon von allein ab und duften trotzdem noch wunderbar. Es sind auch Wildrosen sehr gut verwendbar. Die haben einen noch feineren sanften Duft.
Rosenblüten lassen sich gut mit Lavendelblüten mischen. Dann verwendet man auf eine große Tasse 1 Tel. getrocknete Rosenblütenblätter und 1 Lavendelblüte. Sonst schmeckt der Lavendel so vor.

Aus allen genannten Blüten kann man auch ein wunderbares Hautöl mischen. Darüber habe ich hier im Blog schon mal geschrieben im Zusammenhang mit Arnikablütenöl für die Gelenke. Die Herstellung ist genauso.
Eine Ergänzung möchte ich noch geben. Es wird viel über Vitamin-D Mangel geschrieben. Dieser resultiert auch aus den vielen Sonnencremes, die die Poren durch die weißen Substanzen verkleben, so daß die Haut kein Sonnenlicht aufnehmen kann. Macht man sich selber Körperöle, schützen die Pflanzeninhaltsstoffe auch vor Sonne.
Und die Haut kann trotzdem Sonnenlicht aufnehmen und Vitamin D produzieren. Nimmt man ein gutes Öl, weiß man wenigstens auch was man drin hat. Und alle die Blüten haben eine beruhigende Wirkung auf die Haut.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

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