April 2018, der Huflattich blüht

Mit Sehnsucht gehe ich dieses Jahr jeden Tag in die Natur und schaue was meine geliebten Freunde, die Kräuter, machen. Aber man kann sie nicht an den grünen Spitzen aus der Erde ziehen 🙂
Die Sonne muss sie noch ein wenig locken. Die Bienen warten genauso wie ich darauf.
Aber ein Kräutlein hab ich schon entdeckt.
Die gelben Blüten des Huflattichs recken schon überall ihre Köpfchen in die Sonne. Sogar bei uns auf dem Hof zwischen dem Bauschutt. Und dieses Jahr werde ich ein paar mehr davon sammeln, für den Erkältungstee für den nächsten Winter. Ich mische sie dann mit Lindenblüten und Holunderblüten. Denn man sollte nicht zuviel vom Huflattich in einen Tee geben. Er kann, im Übermaß angewendet, die Leber schädigen. In der Mischung ist er aber ein sehr hilfreiches Kraut gegen Erkältungen und entzündungshemmend wirkt er auch.

Holunder, Linden und Rosen blühen

Es ist Sommer im Kyffhäuser und die Linden blühen.
Der feine Duft der Lindenblüten ist im ganzen Städtchen zu riechen, besonders abends in der Dämmerung. Darunter mischt sich noch der Duft der Holunderblüten.


Und es gibt viele Rosenblüten zur Zeit.
Alleine diese drei Blütenarten lassen sich zu wunderbaren Erzeugnissen für den Winter verarbeiten.
Wenn man sie unter Mittag pflückt haben sie wenig Feuchtigkeit und einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen.
Trocknet man sie luftig (am besten jede einzelnen Blütenart in einem Stoffbeutel an einem trockenen Ort aufhängen), kann man sie schon bald in Gläser abfüllen und später für Tee verwenden.
Lindenblüten und Holunderblüten kann man mischen. Sie sind beide sehr gut geeignet für einen Tee, der in der Erkältungszeit getrunken werden kann.
Man muß sich nicht erst erkälten, um den Tee zu genießen. Er wirkt zu einen wärmend und auch fiebersenkend. Das scheint ein Widerspruch zu sein, ist es aber nicht. Denn durch die ätherischen Öle, die die Keime im Körper töten, kann das Fieber wieder sinken. Der Körper wird bei seiner Immunabwehr unterstützt.
WICHTIG ist beim Aufgießen, daß man alles abdeckt bis es trinkwarm ist. Also entweder in einer Kanne aufbrühen und den Deckel drauf machen oder die Tasse abdecken mit einem kleinen Teller. Dann vorsichtig alles, was sich am Teller gesammelt hat an Tröpfchen, wieder in die Tasse geben. Diese Tröpfchen sind oft etwas ölig und da stecken die wertvollen Inhaltsstoffe der ätherischen Öle drin.

Die Pflanzen schützen sich damit auch vor Umwelt- und Wettereinflüssen und schenken uns diese Kraft.

Rosenblüten behandelt man etwas anders. Diese gießt man auf mit 80 Grad heißem Wasser, ähnlich wie grünen Tee. Man deckt sie auch ab und trinkt sie dann trinkwarm. Hat man Blütenblätter von duftenden Rosen, dann hat man auch den milden Duft in diesem Aufguss. Ist das Wasser heißer, geht der Duft verloren. Rosenblüten stärken die Nerven und beruhigen. Man kann den Tee gut abends vor dem Schlafen gehen trinken.
Rosenblütenblätter sammle ich immer kurz bevor die Rose verblüht. Dann fallen sie fast schon von allein ab und duften trotzdem noch wunderbar. Es sind auch Wildrosen sehr gut verwendbar. Die haben einen noch feineren sanften Duft.
Rosenblüten lassen sich gut mit Lavendelblüten mischen. Dann verwendet man auf eine große Tasse 1 Tel. getrocknete Rosenblütenblätter und 1 Lavendelblüte. Sonst schmeckt der Lavendel so vor.

Aus allen genannten Blüten kann man auch ein wunderbares Hautöl mischen. Darüber habe ich hier im Blog schon mal geschrieben im Zusammenhang mit Arnikablütenöl für die Gelenke. Die Herstellung ist genauso.
Eine Ergänzung möchte ich noch geben. Es wird viel über Vitamin-D Mangel geschrieben. Dieser resultiert auch aus den vielen Sonnencremes, die die Poren durch die weißen Substanzen verkleben, so daß die Haut kein Sonnenlicht aufnehmen kann. Macht man sich selber Körperöle, schützen die Pflanzeninhaltsstoffe auch vor Sonne.
Und die Haut kann trotzdem Sonnenlicht aufnehmen und Vitamin D produzieren. Nimmt man ein gutes Öl, weiß man wenigstens auch was man drin hat. Und alle die Blüten haben eine beruhigende Wirkung auf die Haut.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

Das Gänseblümchen ist die Heilpflanze des Jahres 2017

und ich habe dieses Gedicht von Erwin Strittmatter gefunden. Ist das nicht schön?

Das Gänseblümchen

„Manchmal wünsche ich mir die Kraft einer Gänseblume.

 

Im Garten raschelt das Apfelbaumlaub; in den Nächten hat

es schon Fröste gegeben. Wiesen- und Wegblumen sind

erfroren.“

Im dürren Falllaub blühn Gänseblumen, winzige Sonnen

mit Blütenblatt-Strahlen.

 

Der Schnee fällt und bleibt lange liegen.

Die Ponys scharren im Apfelgarten:

Im erfrorenen Gras blühn die Gänseblumen.

 

Der Frühling, es taut und der Schnee verschmilzt.

Am feuchten Wegrand blühn Gänseblumen.

 

Schneeglocken sprießen an warmer Hauswand. Sie mühn sich, weiße Blüten zu treiben. Die Gänseblumen blühn schon lang.

 

Sie blühten im Herbst, sie blühten im Winter,

sie blühten bei Frost und unter dem Schnee.

Manchmal wünsche ich mir die Kraft einer  Gänseblume.

Möhren-Wildkräuter-Suppe

Ich möchte ein sehr einfaches Rezept für eine Möhren- Wildkräutersuppe teilen, welches ich vor einiger Zeit „erfunden“ habe.
Das Rezept ist für ein Abendessen für 2 Personen. Dazu kann man frisches Brot reichen.

  • 1 Zwiebel würfeln und in etwas Butter und Olivenöl sanft und nicht zu heiß anbraten
  • Wenn die Zwiebel frisch ist und Lauch hat, kann man den auch klein schneiden und verwenden
  • 2 Hände voll Wildkräuter klein schneiden – hervorragend eignet sich Brennnessel, Vogelmiere, die Spitzen von der Kanadischen Goldrute bevor sie blüht, Beifuss bevor er blüht, Liebstöckel aus dem Garten – und ebenfalls mit anbraten oder besser eher anschwitzen
  • 2 – 4 Möhren raspeln und zu dem Zwiebel-Wildkräutergemisch geben und durchschwenken
  • alles aufgießen mit Wasser bis es knapp bedeckt ist und ca, 20 bis 30 min köcheln lassen
  • salzen, pfeffern und einen Becher Sahne dazu geben – noch etwas weiter köcheln mit der Sahne
  • Die Suppe ist intuitiv entstanden und ist auch ganz sicher abwandelbar. Sie ist auch hervorragend geeignet für Diabetiker. Die sollten dann am besten 100%iges Roggenbrot dazu essen.
    Das kann man bei Gabi Hoffmann im Laden „Kunsterbunt“ in Bad Frankenhausen kaufen und es ist hervorragend! 🙂

Kräuterwissen weiter tragen in die nächste Generation

Ich freue mich immer sehr, wenn auf meinen Kräuterwanderungen ganze Generationen dabei sind, von der Oma über die Tocher/Schwiegertochter/Schwägerin oder Schwester bis zur Enkelin. So war es auch heute. Und so wird das Wissen seit Hunderten von Jahren weiter gegeben. Kinder sind sehr interessiert und neugierig auf diesen Wanderungen. Das stelle ich immer wieder fest. Nicht nur Mädchen, auch Jungen. Ich glaube, Kinder haben noch ein ganz urspüngliches Gefühl für Pflanzen und Tiere, welches sie schon mitbringen auf die Welt, wenn sie geboren werden. Das erlebe ich auch beim Kinderyoga so. Da finden sie sich auch ganz leicht in die Haltungen der Tiere und Pflanzen, wovon es beim Yoga ja viele gibt.
Und ich gratuliere den Eltern, die es verstehen, das zu fördern und  und zuzulassen, daß Kinder entdecken wollen. Diese Möglichkeit zu lernen prägt sich für ein Leben ein. Ich kann nur alle ermuntern, die sich für solche Wanderungen interressieren, ihre Kinder oder Enkel mitzubringen. Ab dem Alter von 5 Jahren halten sie das auch gut durch.
Wir haben heute die Natur mit allen ihren Aspekten erlebt. Wir sind nass geworden vom Regen, getrocknet worden von der Sonne. Wir sind auch mal durch Schlamm gelaufen. Wir haben Kräuter betrachtet und gekostet und gesammelt.
Wir haben an der Quelle frisches Wasser getrunken und einfaches Brot mit Butter und Tomaten und dazu die gesammelten Kräuter gegessen. Und am Ende sind wir im Sonnenschein mit einem schönen Blick über das weite Land zurück gekommen. Alles einfache Dinge und Erlebnisse, die jedoch das Herz und die Seele erfreuen, die beseelen und berühren.
Vielen Dank liebe Teilnehmerinnen!

 

Johanniskräuter zur Sonnenwende

Johanniskräuter zur Sonnenwende

Ich komme gerade aus dem Naturpark. Ich habe mich auf die Kräuterwanderung für den Samstag, den 18.06.2106 vorbereitet.
Dieses Jahr ist hier im Kyffhäuser ein üppiges Kräuterjahr. So eine unglaubliche Fülle an verschiedenen Pflanzen wächst zur selben Zeit. Das ist nicht immer so. Wenn es in einem Jahr sehr warm ist, dann verblühen viele Pflanzen schneller und vertrocknen eher. Durch die Wetterlage dieses Jahr – nicht so sehr warm und nicht so trocken – gibt es eine Vielzahl von nutzbaren Pflanzen zu gleichen Zeit. In anderen Gebieten haben die Menschen mit Hochwasser zu kämpfen. Wir befinden uns hier im Regenschatten des Harzes und daher haben wir sehr oft sehr angenehmes Wetter.

Meine Lieblings-Johanniskräuter: das echte Johanniskraut und die Schafgarbe, der wilde Oregano und der Beifuss stehen in voller Pracht.
Auf dem Foto ist die Schafgarbe zu sehen. Der Pfarrer Kneipp sagte: „Schafgarbe im Leib tut wohl jedem Weib“.

Schafgarbe

Aber auch die Arnika, ein kraftvolle Heilpflanze, wächst hier dieses Jahr fast auf jeder Wiese. Selbst mitten in der Stadt habe ich sie schon gesehen.
Für ein Massageöl für die Gelenke braucht man nicht viele Blüten. Für 250 ml – was ziemlich lange reicht – genügen 20 Blüten.
Ich lasse sie erst 2 Tage an einem luftigen Ort etwas trocknen – dafür habe ich ein kleines Weidenkörbchen aus unbehandelter Weide – und gebe sie dann in ein Marmeladenglas.
Ich fülle mit gutem Olivenöl auf. Man kann auch Mandelöl nehmen. Beides sollte aus ökologischem Anbau sein. Immerhin verwendet man das dann auf seinem Körper und möchte da sicher keine Pestizidrückstände haben.
Beide Öle sind gut hautverträglich und pflegen die Haut gleichzeitig noch. Dann verschraube ich das Glas und stelle es in die Sonne und drehe es jeden Tag ein paar mal.
Nach 6 Wochen – ein Ettikett drauf kleben mit dem Datum des Ansatzes ist von Vorteil, weil man schnell vergisst, wann man es genau gemacht hat – gießt man es in ein anderes Glas ab.
Ich lege dazu ein grobes Mulltuch – es gibt Mullwaschlappen für Babys, die sich sehr gut eignen – in ein Sieb. Das kann man dann noch auswringen mit der Blütenmasse. Das Glas dann wieder verschrauben und dunkel aufbewahren – am besten im Schrank (Etikett mit Inhalt und Datum nicht vergessen, sonst weiß man irgendwann nicht mehr was drin ist). Es ist ab da verwendbar und eignet sich gut, um es täglich in die Glenke einzumassieren, mit denen man Probleme hat. Aber auch für verspannte Muskeln ist es gut.
Wenn es noch besser riechen soll, gibt man auf die Menge noch 3 Tropfen ätherisches Öl – naturrein! und nicht mehr Tropfen! – bekommt man in der Apotheke – dazu. Gut ist Orangenöl oder oder auch Rosengeranienöl. Beides wirkt entspannend für die Muskeln. Ein kleines Fläschen kostet ca. 3 bis 5 €. Ich bevorzuge die Öle von der Firma Primavera. Die haben eine sehr gute Qualität.
Bevor man das Öl in die Gelenke einmassiert kann man die Haut mit Wasser anfeuchten. Das geht dann leichter und die Haut fühlt sich anschließend nicht so ölig an.
Am besten verwendet man es am zeitigen Abend, nicht kurz vor dem Schlafen gehen. Arnika wirkt auch anregend. Deshalb sollten noch 2 Stunden bis zum Schlafen gehen vergehen können.

Na dann Gutes Gelingen! 🙂
Und vielleicht sehen wir uns ja auf einer der nächsten Wanderungen?! Ihr findet die Termine hier auf der Seite unter „Aktuelle Termine“. Herzlich Willkommen!

Yoga und die Krankenkassen

Ich möchte heute mal eine Lanze brechen für die AOK Plus, die sich ja auch Gesundheitskasse nennt.

Im Zusammenhang mit der Gesundheitspräventation hat diese ein sehr einfaches Konzept entwickelt für die Übernahme und Abrechnung von Kursen.

Sie geben einen Gutschein heraus, den ich direkt mit der Kasse abrechnen kann. Die Teilnehmer rufen dort an, bekommen ihn zeitnah zugeschickt, bringen ihn mit und müssen kein Geld vorher auslegen. Ich rechne am Ende des Kurses mit der Kasse ab und das funktioniert auch tadellos.

Bei allen anderen Kassen muß das Geld vorher ausgelegt werden. Und das bedeutet für die Teilnehmer und auch für mich zusätzlichen bürokratischen Aufwand. Als ob wir den nicht alle schon genug hätten.

Dazu kommt, daß sie 2 Kurse im Jahr zu 100 % bezahlen. Das machen auch nicht allzuviele Kassen. Und das verstehe wer will.

Denn Yoga tut den Teilnehmern gut. Es stärkt das Immunsystem und sie sind viel weniger krank auf Dauer. Da sind die Kosten für so einen Kurs doch sehr gut angelegt.

Man muß allerdings auch zu 80 % teilnehmen. Doch das ist bei allen Kassen so.

Da ist der Unterschied zwischen Gesundheitskasse und Krankenkasse.

Ich werde übrigens nicht gesponsert von der AOK. Und ich lasse mich auch nicht hinreißen für irgendwen oder irgendwas Werbung zu machen, von dem ich nicht überzeugt bin und wo ich keine guten Erfahrungen gemacht habe. Doch gute Erfahrungen möchte ich hier gerne teilen! 🙂

Na dann auf zum nächsten Yogakurs 🙂

Ich wünsche allen Viel Gesundheit!

Bad Frankenhausen und das Salz

In Bad Frankenhausen gibt es einige Salzquellen. Am 2. Juni 2016 eröffnet hier der Solewasser-Vitalpark mit einem Sole-Freibad.
Es ist wunderschön geworden und befindet sich mitten im Kurpark, ganz nah bei unserem Haus.
Künftig können wir morgens mit Badelatschen und Bademantel zum Schwimmen gehen.
Das Besondere ist, daß es biologisch gereinigt wird. Wir sind schon ganz gespannt wie das funktioniert.
Die ganze Anlage hat auch eine wunderschöne Umgebung mit Blick auf den Hausmannsturm.
Und sie wertet Bad Frankehausen noch mal um einiges auf. Mit Sicherheit werden auch die Gastronomen und Cafébetreiber davon profitieren.
Ich bin ja der Meinung, daß es auch noch das eine oder andere mehr davon geben könnte für die Gäste, die dann sicher zahlreich hieher kommen werden.

Hier ein paar Impressionen von heute morgen, mit der Stimmung nach einem nächtlichen Gewitter.
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Unser Haus und die schöne Umgebung

Unser Haus und die schöne Umgebung

 

Der Yoga-Raum – gemütlich und natürlich

Der Anger mit der Touristen-Information

 

Schauen Sie auch gern mal bei meinem Blog vorbei.

Alte Bräuche pflegen

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Seit Urzeiten sind es die Frauen, die das Wissen um die Kräuter bewahren und weiter geben. Kräuter waren schon immer eine günstige Alternative in der Küche und zu Heilzwecken.
Frauen hatten in unseren Breiten früher kaum Zugang zu Universitäten und übten auch selten Berufe aus. Sie kümmerten sich um die Familie und um Haus und Hof.
Heute kümmern sie sich darum auch noch und zusätzlich üben sie noch einen Beruf aus. Es ist kaum noch Zeit, sich mit der Natur zu beschäftigen. Alles muss schnell gehen. So geht das Wissen über die Kräuter langsam verloren. Ich höre oft vor meinen Kräuterwanderungen: „Ach ja, das interessiert mich auch sehr. ABER ICH HAB DA KEINE ZEIT.“ Ich verstehe das sehr gut, weil ich selber in diesem Hamsterrad war und auch manchmal noch bin. Das Ergebnis dessen war jedoch immer weniger Lebensqualität. Habe ich mir die Zeit genommen, der Natur näher zu kommen, habe ich mich immer sehr wohl gefühlt danach. Schon einfach nur das Langsamgehen und das Betrachten der Kräuter hat dazu beigetragen. Deshalb möchte ich alle Interessenten ermuntern, sich ca. 2 h Zeit zu nehmen und mitzukommen und das auszuprobieren. Herzlich Willkommen!